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Rat und Hilfe

Woran erkennt man, ob jemand eine Bulimie hat?

Woran erkennt man, ob jemand eine Bulimie hat?

Menschen mit Ess-Brech-Sucht (Bulimie) sind meist normalgewichtig und unauffällig. Nach außen hin scheint alles zu funktionieren. Innen sieht das anders aus.

Menschen, die an Bulimie leiden, erleben regelmäßig unkontrollierbare Essattacken. In kurzer Zeit schlingen sie große Mengen an fett- und zuckerreichen Lebensmitteln herunter. Anschließend versuchen sie, die Kalorienzufuhr rückgängig zu machen. Viele erbrechen sich nach den Essattacken. Andere nehmen Abführmittel, treiben übermäßig Sport oder halten strenge Diäten ein.

Für ihr Verhalten schämen sich die Betroffenen. Sie ekeln sich vor sich selbst und haben das Gefühl, nicht normal zu sein. Häufig ziehen sie sich zurück, damit nahe stehende Personen nichts mitbekommen. Auch die Anfälle passieren in der Regel heimlich.

In welchem Alter tritt die Bulimie auf?

In welchem Alter tritt die Bulimie auf?

In jedem Alter kann sie auftreten. Doch häufig tritt die Krankheit erst gegen Ende des Jugendalters und vor allem bei Mädchen auf. Meist beginnt sie zwischen 16 und 19 Jahren. Eine Erkrankung vor dem 14. Lebensjahr ist selten.

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Kennzeichen in Kürze

Essattacken und Gegenmaßnahmen sind für die Bulimie charakteristisch. Doch sie geschehen im Verborgenen. Nach außen sind Menschen, die an Bulimie leiden, sehr gepflegt. Es scheint alles zu stimmen. Es ist kaum zu erkennen, dass sie Probleme haben und Hilfe benötigen.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTypisch für Bulimie
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiagnostische Hinweise

Typisch für Bulimie

  • Beim Essen mit anderen ist das Essverhalten kontrolliert.
  • Lightprodukte und Fettarmes werden bevorzugt.
  • Die Lebensmittel werden in erlaubt und verboten getrennt.
  • Für die Essanfälle werden große Mengen billiger, leicht verzehrbarer Lebensmittel gekauft.
  • Bei den Essanfällen wird das Essen herunter geschlungen.
  • Lebensmittel werden gehortet.
  • Manchmal hohe Verschuldung aufgrund der hohen Ausgaben für Lebensmittel.
  • Ungeregelte Mahlzeiten.
  • Die „Fassade“ stimmt.
  • Selbstekel, das Gefühl, abnorm zu sein.
  • Soziale Isolation, Vernachlässigung von Interessen, depressive Verstimmungen.
  • viele sportliche Aktivitäten.

Mögliche diagnostische Hinweise

  • Andauernde, übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht.
  • Es besteht eine krankhafte Furcht davor, dick zu werden.
  • Die persönliche Gewichtsgrenze ist sehr niedrig und scharf definiert.
  • Die Betroffenen haben mindestens zwei Essattacken pro Woche in einem Zeitraum von über drei Monaten. Dabei werden große Mengen meist leicht essbarer und kalorienreicher Nahrungsmittel gegessen.
  • Die Betroffenen haben während der Anfälle das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
  • Der Essanfall wird im Anschluss danach rückgängig gemacht, über selbstinduziertes Erbrechen, Medikamentenmissbrauch (zum Beispiel Abführmittel, Entwässerungstabletten), strenge Diäten / Fastenphasen, übermäßige körperliche Betätigung.

Wenn Sie mehrere dieser Verhaltensweisen bemerken, signalisieren Sie Ihrer Tochter, Ihrem Sohn, Ihrer Freundin, Ihrem Freund, Ihrem Angehörigen, dass Sie sehen, dass es ihm/ihr nicht gut geht und Sie sich Sorgen machen. Holen Sie sich Rat von Expertinnen und Experten, wie Sie helfen können. Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier können Sie sich informieren.