Menschen mit Ess-Brech-Sucht (Bulimie) sind meist normalgewichtig und unauffällig. Nach außen hin scheint alles zu funktionieren. Innen sieht das anders aus.
Menschen, die an Bulimie leiden, erleben regelmäßig unkontrollierbare Essattacken. In kurzer Zeit schlingen sie große Mengen an fett- und zuckerreichen Lebensmitteln herunter. Anschließend versuchen sie, die Kalorienzufuhr rückgängig zu machen. Viele erbrechen sich nach den Essattacken. Andere nehmen Abführmittel, treiben übermäßig Sport oder halten strenge Diäten ein.
Für ihr Verhalten schämen sich die Betroffenen. Sie ekeln sich vor sich selbst und haben das Gefühl, nicht normal zu sein. Häufig ziehen sie sich zurück, damit nahe stehende Personen nichts mitbekommen. Auch die Anfälle passieren in der Regel heimlich.
In jedem Alter kann sie auftreten. Doch häufig tritt die Krankheit erst gegen Ende des Jugendalters und vor allem bei Mädchen auf. Meist beginnt sie zwischen 16 und 19 Jahren. Eine Erkrankung vor dem 14. Lebensjahr ist selten.

Essattacken und Gegenmaßnahmen sind für die Bulimie charakteristisch. Doch sie geschehen im Verborgenen. Nach außen sind Menschen, die an Bulimie leiden, sehr gepflegt. Es scheint alles zu stimmen. Es ist kaum zu erkennen, dass sie Probleme haben und Hilfe benötigen.
Wenn Sie mehrere dieser Verhaltensweisen bemerken, signalisieren Sie Ihrer Tochter, Ihrem Sohn, Ihrer Freundin, Ihrem Freund, Ihrem Angehörigen, dass Sie sehen, dass es ihm/ihr nicht gut geht und Sie sich Sorgen machen. Holen Sie sich Rat von Expertinnen und Experten, wie Sie helfen können.
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