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Rat und Hilfe

Ist das schlechte Essverhalten meines Kindes eine Phase, die vorübergeht, oder muss ich mir ernsthafte Sorgen machen und mir Hilfe holen?

Ist das schlechte Essverhalten meines Kindes eine Phase, die vorübergeht, oder muss ich mir ernsthafte Sorgen machen und mir Hilfe holen?

Schwere Fütterstörungen sind eher selten. Dennoch sollte Sie Ihr Kind gut beobachten. Wenn Sie die Situation länger als einen Monat als sehr belastend und problematisch empfinden und Ihr Kind über diesen Zeitraum wenig zunimmt oder an Gewicht verliert, sollten Sie auf alle Fälle die Kinderärztin oder den Kinderarzt zu Rate ziehen. Das gleiche gilt, wenn Ihr Kind regelmäßig die Mahlzeiten aufstößt oder erbricht.

Unser Kind isst nur, wenn es durch Spielen oder Bilderbücher abgelenkt wird. Was sollen wir tun?

Unser Kind isst nur, wenn es durch Spielen oder Bilderbücher abgelenkt wird. Was sollen wir tun?

Dieses Verhalten kann ein Zeichen für eine Fütterungsstörung im Kleinkindalter sein. Trennen Sie die Bereiche Essen und Spielen konsequent voneinander. Essen gibt es nur, wenn das Kind auf seinem Platz sitzt. Räumen sie die Spielzeuge zu diesem Zeitpunkt weg. Vorteilhaft ist es, wenn ihr Kind das Spielzeug nicht im Blickfeld hat.  Das Essen sollte nicht  zum Machtkampf zwischen Ihnen und Ihrem Kind werden. Holen Sie sich notfalls Hilfe und Beratung.

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Erste Schritte heraus

Um Fütterstörungen zu verhindern oder bestehenden Störungen entgegenzuwirken sollten Sie folgende Empfehlungen beachten:

  • Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten und nahrungsfreien Pausen.
  • Trennen Sie Mahlzeiten von Spielzeiten.
  • Führen Sie Löffelkost und feste Nahrung erst dann ein, wenn Ihr Kind dazu bereit ist. Beobachten Sie ihr Kind. Interessiert es sich dafür, was andere essen? Bewegt es beim Zuschauen essender Menschen den Mund? Öffnet es den Mund, wenn es einen Löffel sieht? Wenn ja sind das erste Anzeichen dafür, dass es bereit ist für die Umstellung auf feste Nahrung.
  • Bieten Sie Ihrem Kind Mahlzeiten an, die seinem Alter entsprechen und kindgerecht zubereitet sind. Zeigen Sie Kompromissbereitschaft, was die Lieblingsgerichte des Kindes angeht, bleiben Sie aber auch konsequent bei der Durchsetzung Ihrer Vorstellungen.
  • Die Trink- und Nahrungsmenge, die Kinder zum Gedeihen benötigen, variiert stark von Kind zu Kind und von Mahlzeit zu Mahlzeit. Lassen Sie sich von den auf Packungen angegebenen Nahrungsmengen nicht verunsichern.
  • Lassen Sie sich von den Hunger- und Sättigungssignalen Ihres Babys darin leiten, wie viel es isst. Warten Sie ab, bis es sich dem Löffel zuwendet, und beenden Sie das Füttern, wenn es sich abwendet oder den Mund schließt. Kinder wissen in der Regel sehr genau, wann sie genug haben.
  • Geben Sie Ihrem Kind kurz vor der Mahlzeit nichts zu trinken, und lassen Sie es nicht dauerhaft mit einer Trinkflasche herumlaufen. Auch kleine Mengen von gesüßtem Tee oder verdünntem Saft können den Appetit verringern.
  • Bieten Sie nur kleine Portionen auf dem Teller und kleine Mengen auf dem Löffel an.
  • Achten Sie auf die Haltung des Kindes beim Füttern: Nehmen Sie Ihr Baby auf den Schoß, so dass der Kopf und der Hals des Kindes aufrecht sind und es Sie anschauen kann. Babys, die schon frei sitzen, können in einen Hochstuhl gesetzt und gefüttert werden.
  • Lassen Sie Ihr Kind so oft wie möglich gemeinsam mit Ihnen am Familientisch essen. Dabei sollte eine angenehme Atmosphäre herrschen. Meiden Sie Streitgespräche am Tisch. Unterstützen Sie das Kind, sobald dieses selbstständig essen will.
  • Üben Sie keinen Druck oder Zwang aus. Wenn Ihr Kind etwas nicht mag oder offenbar keinen Hunger hat, lassen Sie ihm Zeit. Wenn es etwas Neues probiert, loben Sie es dafür.