Tipps für Freundinnen und Freunde
Was kann man tun, wenn man merkt, dass sich bei der Freundin oder dem Freund alles nur noch um Essen und Gewicht dreht, wenn man eine Essstörung vermutet? Ziehen Sie sich nicht zurück. Ihre Freundin oder Ihr Freund braucht Hilfe.
- Sprechen Sie Ihre Wahrnehmungen aus, einfühlsam und behutsam, aber sachlich und klar. Die meisten Menschen mit Essstörungen lehnen Hilfe erst mal ab. Wenn sie sich aber eingestehen können, krank zu sein, ist das der erste Schritt zur Veränderung.
- Machen Sie keine Vorwürfe, sondern hören Sie aufmerksam und geduldig zu. Wenn der Freund oder die Freundin das Gefühl hat, sich anvertrauen zu können, ist die Chance größer, dass Hinweise auf Beratung und Behandlung nicht sofort abgelehnt werden.
- Sprechen Sie nicht ständig übers Essen, über Rezepte, übers Kochen oder über die Figur.
- Fordern Sie zu gemeinsamen Aktivitäten auf: Bekannte besuchen, Spazieren gehen, ins Kino gehen etc.
- Weisen Sie Ihre Freundin oder Ihren Freund auf spezielle Beratungsstellen, Broschüren, Infomaterial hin. Vielleicht stößt dieses Angebot erst mal auf wenig Interesse. Nicht bedrängen! Besteht aber der Wunsch, in eine Beratung zu gehen, dann sollten Sie ihn/sie dabei unterstützen.
- Menschen mit Essstörungen zu helfen, ist nicht leicht und braucht viel Kraft. Beratungsstellen bieten auch Hilfe für Freunde.