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Ist ein niedriger BMI immer Merkmal von Essstörungen?

Ist ein niedriger BMI immer Merkmal von Essstörungen?

Nein. Untergewicht kann auch Ausdruck einer organischen Erkrankung sein.
Starkes Untergewicht ist nur eines der Kriterien für die Essstörung Magersucht. Für andere Essstörungen ist der BMI kein aussagekräftiges Kennzeichen. Wer von einer Essstörung betroffen ist, kann extrem mager, normalgewichtig, aber auch extrem übergewichtig sein. Menschen, die zum Beispiel an der Essstörung Binge Eating leiden, sind häufig leicht bis deutlich übergewichtig. Der Umkehrschluss gilt aber nicht: Nicht jeder Mensch mit Übergewicht hat zwangsläufig eine Essstörung.

Ein Verdacht auf Magersucht kann bestehen,

  • wenn Kinder und Jugendliche nicht dem Alter entsprechend zunehmen oder
  • wenn Jugendliche mehr als drei bis vier Kilo abnehmen, ohne dass es dafür eine andere medizinische Erklärung gibt.

Gilt der BMI auch für Kinder und Jugendliche?

Gilt der BMI auch für Kinder und Jugendliche?

Ja, aber nur bezogen auf alters- und geschlechtsspezifische Normwerte.
Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich die Körperzusammensetzung im Laufe ihres Wachstums. Pubertätsbedingt verändern sich Muskel- und Fettanteil bei Jungen und Mädchen unterschiedlich. Deshalb sagt der errechnete BMI allein nichts aus. Er muss anhand von Wachstumskurven für Jungen oder von jenen für Mädchen verglichen werden. Fachleute sprechen dabei von geschlechtsbezogenen BMI-Perzentilen. Perzentilen sind Prozentangaben. Wird das Körpergewicht eines Kindes in Perzentilen ausgedrückt, bedeutet dies, dass das Körpergewicht in Bezug auf das Körpergewicht der Altersgenossen angeben wird.

Ein Beispiel: Liegt der individuell errechnete BMI-Wert eines 14-jährigen Mädchens auf der 15. Perzentile, heißt das, dass 15 Prozent der 14-jährigen Mädchen der Referenzgruppe einen niedrigeren BMI-Wert haben, 85 % haben einen höheren BMI-Wert. Der BMI des Mädchens ist damit im Vergleich zu den gleichaltrigen Mädchen eher niedrig.

Für Kinder gelten folgende Referenzwerte:

  • Starkes Untergewicht: BMI liegt unterhalb der 3. Perzentile
  • Untergewicht: BMI liegt zwischen der 3. und der 10. Perzentile
  • Normalgewicht: BMI liegt zwischen der 10. und der 90. Perzentile
  • Übergewicht: BMI liegt über der 90. Perzentile
  • Starkes Übergewicht: BMI liegt über der 97. Perzentile
Weitere Fragen hier

Body Mass Index – ein Indikator neben anderen

Bin ich zu dick, zu dünn oder genau richtig? Zwar können Metermaß und Waage diese Fragen nicht allein beantworten, doch die Messungen geben Hinweise darauf und helfen, das Körpergewicht richtig einzuordnen. Das Gewicht kann bei Essstörungen sehr verschieden sein, von extrem mager über normalgewichtig bis extrem übergewichtig. Starkes Untergewicht ist eines der Kriterien für die Essstörung Magersucht, doch kann es auch andere Ursachen für das niedrige Gewicht geben. Für andere Essstörungen ist der BMI kein aussagekräftiges Kennzeichen.

Die ärztliche Sicht bewertet das Gewicht nach dem Gesundheitsrisiko. Es steigt, wenn der Fettanteil im Körper zunimmt. Aber auch dann, wenn der Fettanteil, die stoffwechselaktiven Zellen oder die Muskelmasse stark sinken, leidet die Gesundheit.

Doch um den Gesundheitszustand zu beurteilen, müssen neben dem BMI noch andere Kriterien und Stoffwechselindikatoren dazu kommen.

Der Body Mass Index (BMI) beschreibt das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. Das Besondere am BMI: Er gibt „Spielräume“ vor, in denen sich das Gewicht je nach körperlicher Veranlagung bewegen kann. Der BMI wird nach folgender Formel berechnet: Das Körpergewicht (in Kilogramm) wird durch die Körpergröße in Meter2 (zum Quadrat) geteilt.

(BMI = Körpergewicht (in Kilogramm) geteilt durch [Körpergröße (in Metern) x Körpergröße (in Metern)] )

Für Erwachsene gilt folgende Einordnung:

  • Untergewicht: BMI weniger als 18,5
  • Normalgewicht: BMI 18,5 bis 24
  • Übergewicht: BMI ab 25
  • Starkes Übergewicht (Adipositas): BMI über 30
  • Extreme Adipositas: BMI über 40

Das Gewicht von Leistungssportlern, Bodybuildern, Schwangeren und stillenden Mütter kann nicht mit dem BMI beurteilt werden.

Für Kinder und Jugendliche gilt Folgendes:

Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich die Körperzusammensetzung im Laufe ihres Wachstums. Mal schießen Kinder und Jugendliche eher in die Höhe, mal wachsen sie eher in die Breite. Pubertätsbedingt verändern sich Muskel- und Fettanteil bei Jungen und Mädchen unterschiedlich. 
Deshalb sagt der errechnete BMI allein nichts aus. Er muss anhand von Wachstumskurven für Jungen (PDF-Download Leitet Herunterladen der Datei einhier) oder von jenen für Mädchen (PDF-Download Leitet Herunterladen der Datei einhier) verglichen werden. Die Wissenschaftler sprechen dabei von geschlechtsbezogenen BMI-Perzentilen, statistischen Prozentwerten mit Bezeichnungen wie 3., 10., XX. Perzentile. Diese besagen, wie viel Prozent der gleichaltrigen Kinder gleichen Geschlechts einer Referenzgruppe einen niedrigeren BMI-Wert aufweisen. 
Ein Beispiel: Liegt der individuell errechnete Wert eines 14-jährigen Mädchens beispielsweise auf der 15. Perzentile, heißt das, dass 15 Prozent der 14-jährigen Mädchen der Referenzgruppe einen niedrigeren BMI-Wert haben, 85 % haben einen höheren BMI-Wert. Der BMI des Mädchens ist damit im Vergleich zu den gleichaltrigen Mädchen eher niedrig.

  • Starkes Untergewicht: BMI liegt unterhalb der 3. Perzentile
  • Untergewicht: BMI liegt zwischen der 3. und der 10. Perzentile
  • Normalgewicht: BMI liegt zwischen der 10. und der 90. Perzentile
  • Übergewicht: BMI liegt über der 90. Perzentile
  • Starkes Übergewicht: BMI liegt über der 97. Perzentile