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Rat und Hilfe

Deutet Untergewicht auf eine Essstörung hin?

Deutet Untergewicht auf eine Essstörung hin?

Starkes Untergewicht ist eines der Kriterien für die Essstörung Magersucht. Doch Untergewicht kann auch andere Ursachen haben. Deshalb sollten Betroffene eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Sind Kinder und Jugendliche betroffen, sollte eine kinder- und jugendärztliche bzw. kinder- und jugendpsychiatrische Praxis aufgesucht werden. Dort kann festgestellt werden, ob eine Essstörung vorliegt oder ob das niedrige Gewicht etwa organische Ursachen hat.

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf eine Essstörung hindeuten. Ein Beispiel für solche Anzeichen: Die Gedanken kreisen nur noch um das Thema Essen und Gewicht – oder beides wird ständig kontrolliert. Dann ist es sinnvoll, eine Beratungsstelle, eine Klinik oder eine psychotherapeutische Praxis, bei Kindern und Jugendlichen eine kinder-und jugendpsychiatrisch-psychotherapeutische Praxis aufzusuchen.

Eine Liste mit Psychotherapieangeboten finden Sie auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.psychotherapiesuche.de oder Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.psychotherapeuten-liste.de. Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier können Sie ebenfalls eine passende Beratungsstelle, Klinik oder andere Anlaufstelle finden.

Was kann auf eine Essstörung hinweisen?

Was kann auf eine Essstörung hinweisen?

Beantworten Sie für sich bitte folgende Fragen:

  • Beginnt der Tag mit einem Blick auf die Waage?
  • Vermeiden Sie es, in den Spiegel zu schauen?
  • Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Aussehen und Ihrer Figur?
  • Haben Sie Angst vor Übergewicht oder davor zuzunehmen?
  • Zählen Sie Kalorien?
  • Haben Sie ein zunehmendes Interesse an der Nahrungszusammensetzung?
  • Schmieden Sie immer wieder Diätpläne?
  • Wissen Sie genau, wie viel Sie essen dürfen?
  • Essen Sie selten das, was Sie möchten?
  • Lassen Sie Mahlzeiten regelmäßig ausfallen?
  • Wissen Sie, wie sich Sattsein anfühlt?
  • Spüren Sie einen starken Drang, das Essen direkt nach den Mahlzeiten wieder los zu werden?
  • Ziehen Sie sich immer mehr aus sozialen Kontakten zurück?
  • Bleibt Ihre Regel aus oder ist die Regel unregelmäßig?
  • Sind Sie körperlich sehr aktiv?
  • Sind Sie in der Schule, der Ausbildung, im Beruf und im privaten Bereich sehr leistungsorientiert?

Haben Sie viele dieser Fragen mit Ja beantwortet? Und hoffen Sie, dass alles besser wird, wenn Sie dünner sind? Dann sollten Sie Ihr Verhalten hinterfragen und Hilfe suchen.

Weitere Fragen hier

Untergewicht

Untergewicht bzw. ein starker Gewichtsverlust kann durch eine Essstörung entstehen. Aber es können auch andere Ursachen dafür verantwortlich sein. Wichtig ist es, mit einer Ärztin oder einem Arzt zu sprechen. Denn sehr starkes Übergewicht wirkt sich auch auf die Gesundheit aus und kann sogar lebensbedrohlich sein.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWas ist Untergewicht?
Öffnet internen Link im aktuellen FensterWas sind die Ursachen?
Öffnet internen Link im aktuellen FensterWas sind die Folgen?
Öffnet internen Link im aktuellen FensterWie kann man zunehmen?

Was ist Untergewicht?

Erwachsene gelten als untergewichtig, wenn ihr BMI (Body Mass Index) unter 18,5 liegt. Ausgeprägt ist das Untergewicht bei einem BMI unter 17,5.

Was sind die Ursachen?

Werden über einen längeren Zeitraum weniger Kalorien aufgenommen, als der Körper braucht, geht er an die Reserven. Die Folge: das Gewicht sinkt. Die Ursache können Essstörungen sein. Aber es gibt auch andere Einflussfaktoren. So kann Stress am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Familie den Hunger und den Appetit verderben. Organische oder funktionelle Ursachen (z. B. der Schilddrüse), Erkrankungen wie Krebs können zu Gewichtsverlust führen. Deshalb ist es wichtig, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, wenn das Gewicht rasch sinkt oder ein niedriges Gewicht über einen längeren Zeitraum besteht. Bei Kindern kann der betreuende Kinder- und Jugendarzt bzw. die -ärztin bei der Beurteilung des Gewichts helfen.

Was sind die Folgen?

Wird zu wenig gegessen, ist die Versorgung mit Nährstoffen nicht ausreichend. Das kann zu Mangelerscheinungen führen. Die Leistungsfähigkeit ist gemindert, Müdigkeit, Gereiztheit treten auf. Bei Untergewicht kann es aber auch zu schwerwiegenden Gesundheitsstörungen kommen, wie hormonelle Veränderungen (die Regelblutung bei Mädchen und Frauen bleibt aus), Wachstumsstörungen oder Herz- und Kreislaufstörungen. Medizinische Komplikationen während akuter Krankheitsabschnitte der Magersucht können zum Tod führen.

Wie kann man zunehmen?

„Mehr essen“ ist manchmal einfacher gesagt als getan. Essgestörte, die ein problematisches Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper haben, brauchen dabei Unterstützung. Ihnen hilft eine individuelle Beratung für Essstörungen. undefinedAdressen finden Sie hier.

Doch auch untergewichtigen Menschen, die nicht an einer Essstörung leiden, fällt das Zunehmen nicht immer leicht. Vor allem dann wenn Krankheiten der Auslöser sind. Beim Zunehmen helfen

  • regelmäßige und häufige Mahlzeiten (zwischen den drei Hauptmahlzeiten ruhig mehrere Zwischenmahlzeiten)
  • Abwechslung auf dem Teller, das regt den Appetit an
  • fettreichere Speisen und bei Milch, Joghurt, Käse die Sahne- und Rahmvarianten
  • Speisen mit Ölen, Nüssen, Sahne, Crème fraîche anzureichern
  • Kräuter und Gewürze, auch sie sind appetitanregend.