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Wer ist von Essstörungen betroffen?

Wer ist von Essstörungen betroffen?

Früher galten Essstörungen als „typisch weibliche“ Erkrankung, die nur Mädchen und Frauen betraf. Heute erkranken zwar in zunehmendem Maß auch Jungen und Männer, doch häufiger sind immer noch Mädchen und Frauen davon betroffen.

In welchem Alter treten Essstörungen auf?

In welchem Alter treten Essstörungen auf?

Essstörungen können in jedem Alter auftreten. Besonders gefährdet sind jedoch Jugendliche während der Pubertät. Aber auch im mittleren Alter kann sich eine Essstörung entwickeln; zum Beispiel bei Frauen in den Wechseljahren.
Magersucht tritt vor allem zwischen 14 und 18 Jahren auf. Manche Kinder werden allerdings auch schon früher krank.
An Bulimie und Binge Eating erkranken vor allem Menschen im jungen Erwachsenenalter.

Weitere Fragen hier
Eine Frau und zwei Mädchen

Essstörungen belasten Familien sehr. Häufig sind Eltern hilflos. Doch sie können ihr Kind motivieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und sie können die Rahmenbedingungen verändern. Hier erfahren Eltern und Angehörige mehr über Essstörungen und (bei Babys und Kleinkindern) Fütterstörungen. Außerdem gibt es Tipps für Mütter, Väter, Geschwister, Freundinnen und Freunde, die im Umgang mit Essgestörten helfen.

Großansicht: Essstörungen – Leitfaden für Eltern, Angehörige und Lehrkräfte

Die kostenlose Broschüre informiert über Anzeichen, Ursachen und Entwicklung von Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Störung. So können Auffälligkeiten besser eingeordnet werden. Eltern, Angehörige und Lehrkräfte finden hier Tipps und Anregungen, wie sie helfen können, erfahren aber auch, wo ihre Grenzen liegen. Opens internal link in current windowmehr

Hier finden Sie Leseproben zu den Themen:

Warnsignale

Essstörungen entstehen nicht von heute auf morgen. Sie entwickeln sich, und die Übergänge von einer merkwürdigen Essweise zu einer krankhaften Störung sind fließend. Deshalb sollten Eltern bei veränderten Verhaltensweisen wachsam sein. Opens internal link in current windowmehr

Magersucht

Dünn und immer dünner! Doch selbst wenn sie nur noch Haut und Knochen sind, fühlen sich Mädchen und Jungen, Frauen und Männer mit Magersucht noch viel zu dick. Deshalb kontrollieren sie das Essen und Nicht-Essen streng. Der körperliche Zustand kann lebensbedrohlich werden. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Bulimie / Ess-Brech-Sucht

Nach außen perfekt, Gewicht oft normal. Bulimie ist eine heimliche Erkrankung. Für die Betroffenen sieht innen alles anders aus. Die Essanfälle sind zwanghaft und können kaum noch kontrolliert werden — genauso wenig wie das Erbrechen danach. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Binge-Eating-Störung

Bei dieser Essstörung treten Essanfälle auf, die Betroffenen ergreifen jedoch keine kompensatorischen Maßnahmen, wie zum Beispiel Erbrechen. Deshalb sind Binge Eater häufig übergewichtet. Doch das Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung kann auch bei Normalgewichtigen auftreten. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Meist sind es harmlose Störungen von vorübergehender Natur. Sie gehören für viele Kinder mit zu ihrer Entwicklung. Wenn allerdings aus einer solchen kleineren Krise eine ernst zu nehmende Regulationsstörung wird, kann dies zu einem großen Problem für die Kinder und die gesamte Familie werden. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Wie kann man helfen?

Patentrezepte gibt es nicht. Meist ist das Problem in der Familie nicht zu lösen. Eltern können aber Betroffene motivieren, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und sie können Bedingungen verändern, die die Essstörung aufrechterhalten. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Dringender Handlungsbedarf …

… besteht, wenn Betroffene apathisch reagieren, nur noch mit leiser Stimme sprechen, kraftlos sind und beim kleinsten Konflikt mit Weinen reagieren. Dies sind Alarmsignale, die als ersten Schritt einen Arztbesuch nötig machen – selbst gegen den Willen der oder des Betroffenen. Versuche, in solchen Situationen die Betroffenen durch Diskussionen dahin gehend zu überzeugen, therapeutische Hilfe anzunehmen, sind in der Regel aussichtslos. Bei fehlender Krankheitseinsicht der Betroffenen ist es wichtig, sich 

  • an eine Beratungseinrichtung oder
  • an spezialisierte Ärztinnen/Ärzte und Psychotherapeutinnen bzw. -therapeuten

zu wenden und sich dort Hilfe zu holen: Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier