Essstörungen - zur Startseite
Sie sind hier:
Kontrast: Starker Kontrast, schwarz-weiss Farbversion
Rat und Hilfe

Erkranken Frauen häufiger als Männer an einer Binge-Eating-Störung?

Erkranken Frauen häufiger als Männer an einer Binge-Eating-Störung?

Hierzu liegen nur wenige Daten vor. Diese deuten darauf hin, dass die Binge-Eating-Störung bei Männern seltener auftritt als bei Frauen. Allerdings kommt diese Essstörung bei Männern deutlich häufiger vor als andere Essstörungen.

In welchem Alter tritt die Binge-Eating-Störung auf?

In welchem Alter tritt die Binge-Eating-Störung auf?

Essstörungen können in jedem Alter auftreten. Die Binge-Eating-Störung tritt meist im frühen Erwachsenenalter oder um die Lebensmitte das erste Mal auf.
Auch Kinder können schon unter Essanfällen leiden. Das volle Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung ist bei ihnen jedoch selten.

Weitere Fragen hier
Eine Frau am Kühlschrank

Binge-Eating-Störung

Charakteristisches Merkmal für diese Essstörung sind die Essanfälle. Dabei werden große Mengen Nahrungsmittel herunter geschlungen.
Der Unterschied zur Bulimie liegt darin, dass Menschen mit Binge-Eating-Störung keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Sie übergeben sich nicht oder beginnen nicht zu hungern. Deshalb werden viele übergewichtig.

Erste Schritte heraus

  • Langsam und genussvoll essen und gut kauen.
  • Regelmäßig essen.
  • Beim Essen nicht fernsehen oder lesen! Alle Aufmerksamkeit, alle Sinne sollten beim Essen auf den Genuss und die Nahrungsaufnahme gerichtet sein.
  • Auf die Körpersignale hören und angemessen „antworten“, zum Beispiel bei Durst trinken, bei Müdigkeit schlafen gehen.
  • Sich regelmäßig bewegen, zum Beispiel Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren bzw. eine andere leichte körperliche Bewegung.
  • Streitgespräche bei Tisch vermeiden.
  • Professionelle Hilfe (auf Essstörungen spezialisierte Beratungsstelle, Psychotherapeut/in, Arzt/Ärztin) aufsuchen.
  • Beschäftigung mit Essen außerhalb der Mahlzeiten vermeiden (Kochshows, Rezeptbücher, für andere Kochen etc.).
  • Selbsthilfeprogramm „Essattacken stoppen“ (Fairburn & Bonn, 2013) durchführen  (am besten nach vorheriger Beratung).
  • Sozialen Anschluss suchen: Besonders Menschen, die dazu neigen, unter Stress mehr zu essen, essen in Gemeinschaft weniger.

Margas Geschichte: Wenn der Kühlschrank lockt

Besonders abends kann Marga dem Kühlschrank nicht widerstehen. Sie isst, wie fremd gesteuert, und sie fühlt weder Hunger noch Sattsein. Nach dem Anfall kommt das schlechte Gewissen. Marga schwankt zwischen Wut und Hilflosigkeit, zwischen Trotz und Traurigkeit. Wie Marga ihre Essstörung empfindet und ihre ersten Schritte aus der Krankheit herausgeht, lesen Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier

Das Krankheitsbild

Der englische Begriff „binge eating“ steht für exzessives, übermäßiges Essen und beschreibt damit die Essattacke. Zu viele, oft sehr fettige und zuckerhaltige Lebensmittel werden dann herunter geschlungen. Gleichzeitig bewegen sich die Betroffenen wenig, so dass Übergewicht häufig ist. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Kennzeichen in Kürze

Regelmäßig isst der oder die von einer Binge Eating Störung Betroffene zuviel. Während des Anfalls ist das Essen außer Kontrolle. Aufhören ist unmöglich. Manchmal wird aber auch ständig, ohne feste Mahlzeiten, den ganzen Tag über gegessen. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr

Die Folgen

Stärkeres und starkes Übergewicht können der körperlichen Gesundheit schaden. Auch die Seele leidet. Wie sich die Binge-Eating-Störung langfristig auf die Gesundheit auswirkt, ist jedoch noch nicht ausreichend untersucht. Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermehr