Essstörungen - zur Startseite
Sie sind hier:
Kontrast: Starker Kontrast, schwarz-weiss Farbversion
Rat und Hilfe

Erkranken Frauen häufiger als Männer an einer Binge-Eating-Störung?

Erkranken Frauen häufiger als Männer an einer Binge-Eating-Störung?

Hierzu liegen nur wenige Daten vor. Diese deuten darauf hin, dass die Binge-Eating-Störung bei Männern seltener auftritt als bei Frauen. Allerdings kommt diese Essstörung bei Männern deutlich häufiger vor als andere Essstörungen.

In welchem Alter tritt die Binge-Eating-Störung auf?

In welchem Alter tritt die Binge-Eating-Störung auf?

Essstörungen können in jedem Alter auftreten. Die Binge-Eating-Störung tritt meist im frühen Erwachsenenalter oder um die Lebensmitte das erste Mal auf.
Auch Kinder können schon unter Essanfällen leiden. Das volle Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung ist bei ihnen jedoch selten.

Weitere Fragen hier

Kennzeichen in Kürze

Die Essanfälle sind regelmäßig. Das Essen ist dann außer Kontrolle. Aufhören scheint unmöglich. Maßnahmen, um das Gewicht zu regulieren, werden nicht ergriffen.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAnzeichen für die Binge-Eating-Störung
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiagnosekriterien

Anzeichen für die Binge-Eating-Störung

  • Häufige Heißhungeranfälle. Dabei werden große Mengen von Lebensmitteln verzehrt. Manchmal wird aber auch ständig gegessen, die Nahrung kontinuierlich über den Tag verteilt aufgenommen, und es gibt keine festen Mahlzeiten.
  • Zwischen den Essanfällen wird mal sehr restriktiv, dann wieder unkontrolliert gegessen.
  • Fehlende Regelmäßigkeit in der Ernährung.
  • Häufiges Diäthalten und Abbruch von Diäten.
  • Störung der Hunger- und Sättigungswahrnehmung.
  • Geringe körperliche Bewegung und Aktivität.
  • Bewegungsarme Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen und Computer spielen werden bevorzugt.
  • Gefühle (Ärger, Wut, Traurigkeit, Freude) werden verdrängt.

Wenn mehrere Punkte auf Sie zutreffen, ist es sinnvoll, eine Beratungsstelle aufzusuchen.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier finden Sie Beratungspraxen in Ihrer Nähe.

Diagnosekriterien

  • Mindestens eine Essattacke (mit Verzehr einer großen Menge von Nahrungsmitteln in kurzer Zeit) pro Woche über einen Zeitraum von über drei Monaten.
  • Nach dem Essanfall wird nicht versucht, die Kalorienzufuhr rückgängig zu machen.
  • Während der Essanfälle wird ein Kontrollverlust erlebt, anschließend starke Schuld- und Schamgefühle.
  • Häufig begleitend Depression und soziale Angst.