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Kennzeichen in Kürze

Von den Essattacken und Gegenmaßnahmen darf niemand etwas wissen. Sie passieren in aller Heimlichkeit. Kontrolle verloren. In der Öffentlichkeit dagegen ist alles unter Kontrolle. Nur nicht zeigen, dass man Probleme hat und Hilfe benötigt.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMögliche Anzeichen für Bulimie
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiagnosekriterien

Mögliche Anzeichen für Bulimie

  • Das Essverhalten in der Öffentlichkeit ist kontrolliert.
  • Nach außen hin funktioniert alles perfekt, die Fassade stimmt.
  • Für die „offiziellen“ Mahlzeiten – die im Körper bleiben – werden fettarme Produkte und Lightprodukte ausgewählt.
  • Lebensmittel werden in erlaubt und verboten getrennt.
  • Für die Essanfälle werden große Mengen an billigen, leicht essbaren Lebensmitteln gekauft.
  • Bei den Essanfällen wird das Essen hinunter geschlungen.
  • Lebensmittel werden gehortet, mit der gleichzeitigen Angst davor, Lebensmittel zu Hause zu haben.
  • Manchmal hohe Verschuldung durch hohe Ausgaben für Lebensmittel.
  • Keine geregelten Mahlzeiten.
  • Die Essanfälle passieren heimlich.
  • Scham- und Schuldgefühle nach Essanfällen.
  • Selbstekel und das Gefühl, nicht normal zu sein.
  • Sich zurückziehen, Interessen vernachlässigen.
  • Depressive Verstimmungen.
  • Viele sportliche Aktivitäten.
  • Neigung zu selbstschädigendem Verhalten und starken emotionalen Schwankungen.
  • Das Hunger- und Sättigungsgefühl ist gestört, „normales“ Essen hat kaum Belohnungswert.

Wenn mehrere Punkte auf Sie zutreffen, ist es sinnvoll, eine Beratungsstelle aufzusuchen.
undefined Hier finden Sie Beratungspraxen in Ihrer Nähe.

Diagnosekriterien

  • Mindestens eine Essattacke (mit Verzehr einer großen Menge von Nahrungsmitteln in kurzer Zeit)  pro Woche über einen Zeitraum von über drei Monaten.
  • Nach dem Essanfall wird die Kalorienzufuhr rückgängig gemacht (Erbrechen, strenge Diäten, übermäßiger Sport etc.).
  • Während der Essattacke werden in kurzer Zeit große Mengen von meist leicht essbaren und kalorienreichen Nahrungsmittel gegessen.
  • Während der Anfälle besteht das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben, nicht mit dem Essen aufhören zu können.
  • Die Gedanken kreisen andauernd und übertrieben um Figur und Gewicht.
  • Es besteht eine große Furcht davor, dick zu werden.
  • Die persönliche Gewichtsgrenze ist sehr niedrig und genau festgelegt.
  • Starke Schuld- und Schamgefühle nach der Essattacke.
  • Selbstverletzendes Verhalten.
  • Emotionsausbrüche.