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Bild eines Therapeutengesprächs - Psychotherapeutische Angebote

psychotherapeutische
Angebote

Essstörungen sind psychische Erkrankungen. Deshalb ist eine Psychotherapie der wichtigste Baustein in der Behandlung. Eine Psychotherapie kann in Einzelsitzungen, Gruppensitzungen oder einer Kombination aus beiden stattfinden. Es können auch Bezugspersonen wie die Eltern eingebunden werden. In zwei bis vier Probesitzungen lernen sich Patientin oder Patient und Psychotherapeutin oder Psychotherapeut kennen. Erst danach treffen sie gemeinsam eine Behandlungsentscheidung und erarbeiten einen Behandlungsplan. Betroffene haben also Zeit zu prüfen, ob sie sich gut aufgehoben fühlen.

Ziel der Psychotherapie ist, durch Gespräche eine Veränderung des Essverhaltens herbeizuführen. Dazu gehört, die Schwierigkeiten und problematischen Denkmuster zu bearbeiten, die der Essstörung zugrunde liegen: niedriges Selbstwertgefühl, Körperbildstörung, Umgang mit Gefühlen, Umgang mit Problemen in Beziehungen oder Familien, Ablösung von den Eltern, Perfektionismus und Leistungsorientierung, Identität als Frau oder Mann und mehr.

Übliche Therapien dauern 12 bis 80 Sitzungen. Eine Sitzung dauert 50 Minuten. Hier finden Sie ambulante Therapieangebote:
https://www.kbv.de/html/arztsuche.php 
https://www.bptk.de/service/therapeutensuche.html
https://www.bundesfachverbandessstoerungen.de/service/freie-therapieplaetze/ 

Kosten

Nach Probesitzungen bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten muss ein Antrag zur Bewilligung der Therapie an die Krankenkasse gestellt werden. In der Regel übernimmt das die Psychotherapeutin oder der Psychotherapeut für die Patientin oder den Patienten. Behandlungen in Praxen, die nicht kassenärztlich zugelassen sind, müssen in der Regel selbst getragen werden. Beratungsstellen für Essstörungen helfen, die Kostenübernahme zu klären.

"Meine Bulimie gab mir Halt. Was habe ich nun? Ich war immer sicher und übernahm die Verantwortung für andere, so stark schien ich zu sein. Ich war der Clown für alle. Diese Rolle gab mir Sicherheit – alle hielten mich für lustig und froh, sie kannten nur diese Seite von mir. Aber hinter dieser Maske lebte die große Trauer, die hat niemand gesehen. In der Therapie habe ich Hoffnung bekommen, Hoffnung auf mein Leben. Diese Hoffnung heißt, dass ich mich getraue, jemandem meine Hand zu geben, der mich zunächst ein Stück führt und dem ich mich anvertrauen lerne. Irgendwie war das immer mein großer Traum, aber eben lange Zeit nur ein Traum."

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