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 Innenaufnahme einer Klinik - Vollstationäre Angebote

Vollstationäre
Angebote

Ein stationärer Klinikaufenthalt ist nötig, wenn akute Gesundheitsgefahr besteht und/oder wenn die Betroffenen Abstand vom gewohnten Umfeld brauchen, um die Krankheit zu überwinden. Um sich auf den Aufenthalt vorzubereiten, bieten viele Kliniken Besichtigungen und Vorgespräche an.

Während des Klinikaufenthalts können Patientinnen und Patienten Einzelgespräche mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten führen, aber auch Gruppenangebote wahrnehmen. Viele Kliniken haben außerdem therapeutische Angebote wie Musik- oder Bewegungstherapie. Familiengespräche sind ebenfalls möglich. 

"Das Zusammensein mit den anderen Patientinnen, unsere Gespräche bedeuten mir viel. Ich habe etwas vorher noch nicht erlebt, obwohl ich schon etliche Therapien hinter mir habe. Ich muss mich nicht verbergen oder rechtfertigen, ich werde sowieso von den anderen schonungslos erkannt und durchschaut, aber auch angenommen."

Der Aufenthalt in einer Klinik hat den Vorteil, dass in einem geschützten Raum jenseits des Alltags ein neues Essverhalten erlernt und ausprobiert werden kann. Eine feste Tages- und Mahlzeitenstruktur gibt Halt und Sicherheit. Eine intensive medizinische Betreuung und die Kombination verschiedener Therapieelemente sind möglich (Einzel- und Gruppengespräche, Familiengespräche, Körper- und Spezialtherapien). Der Austausch mit anderen Patientinnen und Patienten kann motivieren und unterstützen und die Betroffenen können lernen, sich in einer Gruppe zu behaupten.

Die Dauer einer stationären Therapie ist sehr unterschiedlich. Sie hängt von den persönlichen Voraussetzungen und der Schwere der Krankheit ab, aber auch davon, was die Krankenkasse bewilligt. So kann ein Klinikaufenthalt zwischen drei Wochen und sechs Monaten dauern. An ihn sollte sich eine ambulante Psychotherapie bzw. eine Nachsorge anschließen.

Angebote

Empfehlenswert sind Klinken, die eine Spezialabteilung für Essstörungen haben . Einige Kliniken nehmen Kinder und Jugendliche mit Essstörungen auf. Andere Kliniken bieten Behandlungsplätze für Frauen an, die ihre Kinder mitnehmen können. 

Betroffene müssen sich allerdings bei einigen Kliniken auf lange Wartezeiten einstellen. Es können drei bis sechs Monate sein. 

Kosten

Die Kosten für eine stationäre Behandlung im Notfall oder nach ärztlicher Einweisung müssen von der Krankenkasse übernommen werden.
In der Regel muss vor Aufnahme in die Klinik ein ärztlicher Bericht vorliegen. Darin muss bestätigt sein, dass eine Essstörung vorliegt, eine Therapie notwendig ist und die Patientin oder der Patient therapiefähig ist. Die Behandlungskosten in Privatkliniken tragen die Betroffenen selbst. Beratungsstellen für Essstörungen und die Kliniken selbst können dabei helfen zu klären, wer die Kosten übernimmt. 

Hier finden Sie Spezialkliniken für Essstörungen, Psychosomatische und Psychiatrische Kliniken:
https://www.weisse-liste.de/de/krankenhaus/krankenhaussuche
https://www.bundesfachverbandessstoerungen.de

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