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Pro Ana und Pro Mia

Im Internet gibt es viele Informationen zu Essstörungen. Doch manche Angebote sind nicht seriös. Sie verherrlichen die Krankheiten als Lebensstil, als Mode-Erscheinung und verharmlosen bewusst ihre Folgen für die Gesundheit. Das zeigt sich schon an den verniedlichenden Bezeichnungen:
„Pro Ana“ steht für Magersucht (Anorexia nervosa) und „Pro Mia“ für Bulimia nervosa.
Auch auf Videoplattformen, in Blogs, sozialen Netzwerken, Diskussionsforen oder Chats kann es Beiträge zu Pro Ana oder Pro Mia geben.

Das macht sie gefährlich

Statt Hilfe, um aus der Erkrankung auszusteigen, spornen die Beiträge und Angebote dazu an, an der Essstörung festzuhalten. Sie motivieren zum Nachahmen und Durchhalten. Der Austausch in geschlossenen Zirkeln stärkt die eigene verzerrte Körperwahrnehmung. Zunehmend geht der Bezug zur Realität verloren. Die Gemeinschaft im Internet suggeriert ein Wir-Gefühl, das die Betroffenen abhalten kann, sich gegen die Krankheit zu stellen. Alles zielt darauf ab, die Krankheit zu erhalten, und das hat schwere gesundheitliche Folgen.

Hinweise auf Pro Ana und Pro Mia

  • Anas Brief / Mias Brief, der die Essstörung als einzig wahre Freundin darstellt.
  • Gebote, Gesetze, Glaubensbekenntnisse, Psalmen, Verhaltensanweisungen in Form von Glaubensregeln.
  • Fotos und Videos als Inspiration zum Dünnsein, so genannte Thinspirations (thin = englisch „dünn“).
  • Tipps und Tricks zum Abnehmen und zum Geheimhalten der Essstörung.
  • Motivation und „Hilfen“, z. B. in Form von Motivationsverträgen, Abnehm-Wettbewerben, Ess- und Gewichtstagebüchern, Suche nach Partnerinnen und Partnern zum Abnehmen.
  • Pro-Ana- und Pro-Mia-Foren, häufig „hinter verschlossenen Türen“ (der Zugang ist nur mit einem Passwort möglich).

Bedenkliche Angebote melden

Wenn Sie auf Pro-Ana- oder Pro-Mia-Angebote treffen, melden Sie diese

Mehr Information finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier in der Broschüre „Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.