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Rat und Hilfe

Wie finde ich heraus, welche Behandlungsmethode Therapieeinrichtungen bzw. Psychologinnen oder Psychologen vertreten?

Wie finde ich heraus, welche Behandlungsmethode Therapieeinrichtungen bzw. Psychologinnen oder Psychologen vertreten?

Erste Informationen über spezialisierte Kliniken erhalten Sie über

  • Hausärztinnen oder Hausärzte,
  • Kinder- und Jugendärztinnen oder Kinder- und Jugendärzte,
  • Ärztinnen und Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Therapeutinnen und Therapeuten,
  • Beratungsstellen für Essstörungen,
  • Krankenkassen oder
  • Internetseiten der Kliniken.
  • Ausführliche Informationen bekommen Sie telefonisch oder bei einem Beratungsgespräch vor Ort.

Niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten informieren im Internet über ihre jeweilige Therapierichtung.
Darüber hinaus genehmigen die gesetzlichen Krankenkassen bis zu fünf Probesitzungen. Diese werden auf Krankenschein abgerechnet. Die Probesitzungen sollen klären, ob eine Psychotherapie überhaupt sinnvoll ist und ob die Patientin bzw. der Patient und die Therapeutin bzw. der Therapeut zueinander passen.
Bei niedergelassenen Therapeutinnen und Therapeuten müssen Sie mitunter mit langen Wartezeiten rechnen.
Beratungsstellen mit ambulanten Angeboten informieren per Telefon, im Beratungsgespräch oder bei Informationsveranstaltungen über ihr Therapieangebot. Auch hier sind Probesitzungen möglich.

Wie arbeiten Psychosomatische Kliniken?

Wie arbeiten Psychosomatische Kliniken?

Psychosomatische Kliniken haben unterschiedliche Therapiemethoden im Angebot, um mit den Patientinnen und Patienten einen Weg aus der Essstörung herauszufinden und sie für ein „Leben ohne Essstörung“ zu stärken. Die Behandlung ist einerseits „somatisch“, d. h. auf die Stabilisierung des körperlichen Zustands ausgerichtet. Dabei werden ernährungsmedizinische und internistische Therapie mit einbezogen.
Andererseits ist die Behandlung auf die „Psychische Stabilisierung“ orientiert. Hier werden unterschiedliche Psychotherapiemethoden angewandt: verbale Verfahren (wie z. B. Tiefenpsychologie oder Verhaltenstherapie) und kreative Verfahren, körperorientierte Psychotherapie und Entspannungsmethoden.

Weitere Fragen hier

Die psychotherapeutische Behandlung

Da es sich bei einer Essstörung um eine psychosomatische Erkrankung handelt, ist es für die Betroffenen nahezu unmöglich, ohne psychotherapeutische Hilfe aus dem Teufelskreis auszubrechen. Das Angebot an psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten ist vielfältig und unterscheidet sich primär hinsichtlich der Richtung und des Inhaltes. Es gibt sowohl ambulante als auch stationäre Angebote.

Therapeutische Richtungen

Die verschiedenen therapeutischen Richtungen ergeben sich aus den unterschiedlichen Grundannahmen der therapeutischen Schulen und den entsprechenden Erklärungen und Behandlungen der Essstörungen. So konzentrieren sich die psychodynamischen Therapierichtungen besonders auf das Bewusstmachen der Entstehungsbedingungen einer Erkrankung oder Störung. Die verhaltenstherapeutischen und kognitiven Richtungen verlegen ihren Schwerpunkt auf die Veränderung des konkreten Essverhaltens, die Einstellung zum eigenen Körper und den Umgang mit dem sozialen Umfeld.