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Rat und Hilfe

Ich habe den Eindruck, dass eine mir nahe stehende Person eine Essstörung hat. Welche Behandlung soll ich ihr empfehlen?

Ich habe den Eindruck, dass eine mir nahe stehende Person eine Essstörung hat. Welche Behandlung soll ich ihr empfehlen?

Zunächst können Sie sich innerhalb dieses Online-Angebotes ausführlich über jede Essstörung informieren. Hier werden Ihnen die Ursachen und Symptome vorgestellt und Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Sie sollten Ihre Sorgen auf jeden Fall ernst nehmen. Doch ob tatsächlich Magersucht, Bulimie oder Binge Eating vorliegt, können nur Fachleute feststellen. Sie wissen auch, welche Behandlung möglicherweise ratsam oder notwendig ist. Empfehlenswert wäre es, wenn die Person als erstes ein Beratungsgespräch führt. Beispielsweise bei einer Beratungsstelle für Essstörungen oder bei einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten.
Darüber hinaus steht Ihnen und der betroffenen Person das anonyme Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten ihre Fragen rund um das Thema Essstörungen. Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier bekommen Sie eine Erstberatung sowie Adressen, an die Sie sich wenden können.

Weitere Fragen hier

Welche Behandlung für wen?

Die Frage, welche Therapieform im Einzelfall den größten Behandlungserfolg verspricht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Kinder und Jugendliche benötigen sicherlich eine andere Behandlungsform als Erwachsene oder chronisch erkrankte Menschen.
Generell ist es empfehlenswert, sich bei einer Beratungsstelle für Essstörungen, in einer ärztlichen Praxis oder im Internet über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren, um ein individuell passendes Angebot zu finden. Wenn möglich, ist es hilfreich, die Interessen der Patientin bzw. des Patienten selbst zu berücksichtigen. Denn sie oder er wird sich leichter zu einer Behandlungsart bewegen lassen, von der sie bzw. er meint, sie könne ihr bzw. ihm nutzen.
Aus diesem Grund sind folgende Fragen für die Wahl des psychotherapeutischen Ansatzes bedeutsam:

  • Wie erklärt sich eine Patientin oder ein Patient selbst die Essstörung?
  • Ist sie bzw. er eher daran interessiert, Hintergründe der Erkrankung in der eigenen Lebensgeschichte zu verstehen, oder geht es vor allem um die Veränderung der aktuellen Probleme und Beschwerden?
  • Hat sie bzw. er therapeutische Vorerfahrung? Wenn ja, welche? Welche Erfahrungen hat sie oder er dabei gemacht?
  • Darüber hinaus spielen bei der Wahl der Behandlung das Alter und die soziale Situation der Patientin bzw. des Patienten eine wichtige Rolle (Erwerbstätigkeit, Familie etc.).

Die Wahl der Therapie muss also nach individuell unterschiedlichen Kriterien erfolgen.