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Rat und Hilfe

Bietet jede Beratungsstelle auch Beratungen für Kinder und Jugendlichen an?

Bietet jede Beratungsstelle auch Beratungen für Kinder und Jugendlichen an?

Nein, es gibt auch Beratungsstellen, die nur Erwachsene beraten. Die Beratungsstellen geben Ihnen aber gerne Auskunft darüber, welche Einrichtung in Ihrer Nähe auch für Kinder und Jugendliche da ist.

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Ambulante Beratung bei Essstörungen

In den ambulanten Beratungsstellen erhalten Betroffene und Angehörige in einem persönlichen Beratungsgespräch Informationen und individuelle Hilfestellungen. Beratungsstellen gibt es bundesweit, oft auch mit zusätzlichen Angeboten und zumeist kostenlos.

Das persönliche Beratungsgespräch ist die individuellste und intensivste Form der Beratung im Hinblick auf Informationsumfang und persönliche Beziehung.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDas persönliche Beratungsgespräch in Beratungseinrichtungen
Öffnet internen Link im aktuellen FensterWer berät?
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDas Angebot in Ihrer Nähe
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Kosten
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Aufgaben und Inhalte der Beratung
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie zusätzlichen Angebote

Das persönliche Beratungsgespräch in Beratungseinrichtungen

In einer ambulanten Beratungsstelle erhalten Sie Informationen, aber auch Hilfestellungen, was Sie tun und wie Sie sich verhalten können. Sie können sich sowohl als Betroffene/Betroffener als auch als Angehörige/Angehöriger oder nahestehende Person, als Lehrerin/Lehrer oder Betreuerin/Betreuer an eine Beratungseinrichtung wenden. Beratungseinrichtungen können Ihnen auch bei der Frage weiterhelfen, ob eine Therapie notwendig ist und welche Angebote es gibt. Viele Beratungseinrichtungen bieten selbst psychotherapeutische Behandlung an. Auch ob und wann eine Selbsthilfegruppe zu empfehlen ist, kann hier in Erfahrung gebracht werden.

Beim persönlichen Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle können die Beraterinnen/die Berater individuell auf Ihre Fragen und Probleme eingehen. Die Situation der/des Ratsuchenden kann direkter erfasst werden, Missverständnisse und unmittelbare Nachfragen können sofort beantwortet werden. Ein persönliches Beratungsgespräch bietet zudem Raum für spontane emotionale Reaktionen, und die Beraterin oder Berater können mit Rat und Unterstützung reagieren. Neben Aufklärung und Rat ist direkte praktische Hilfe möglich. Auch weiteres Fachpersonal kann beteiligt werden.

Auf Wunsch kann die Anonymität gewahrt bleiben, zudem unterstehen die Beraterinnen und Berater der Schweigepflicht. Der Weg in die Beratungsstelle scheint für manche Menschen jedoch erst einmal unüberwindbar. Sie sorgen sich um ihre Anonymität oder haben Vorbehalte, mit einem ihnen fremden Menschen über ihre Probleme zu sprechen. Für sie ist es besser, erst den anonymeren Weg zu wählen und sich nach einiger Zeit, wenn sie Vertrauen aufgebaut haben, auch persönlich beraten zu lassen.

Wer berät?

Ambulante Beratung zu Essstörungen bieten Beratungszentren und Beratungsstellen, zudem Frauen-, Jugend- und Drogenberatungsstellen und andere psychosoziale Beratungsstellen an.

Neben Beratungsangeboten öffentlicher Träger wie zum Beispiel den städtischen Gesundheitsämtern bieten auch freie Träger ambulante Beratung zu Essstörungen an. Zu den wichtigsten freien Trägern zählen die katholische und evangelische Kirche, kirchenunabhängige Träger und die Wohlfahrtsverbände.

Während sich einige Beratungsstellen auf Essstörungen spezialisiert haben, bieten andere auch Beratungen zu Suchterkrankungen an (Missbrauch von Suchtmitteln wie Drogen, Medikamente, Alkohol und Spiele).

Das Angebot in Ihrer Nähe

Nicht jeder Träger bietet in jedem Bundesland eine Beratungsstelle. Welche Beratungsangebote sich in Ihrer Nähe befinden, erfahren Sie über die Öffnet internen Link im aktuellen FensterSuche: Beratungsangebote auf dieser Website. Darüber hinaus können Sie die Websites der einzelnen Träger nutzen (Städte, Kommunen oder freie Träger).

Die Kosten

Die Beratung ist in den vielen Fällen kostenlos, bei einigen Beratungsstellen wird eine Kostenbeteiligung verlangt. Beratungssuchende sollten sich im Vorfeld über den Umfang der Kosten informieren und bei ihrer Krankenkasse nach einer Erstattung fragen. Ein Krankenschein ist nicht erforderlich.

Die Aufgaben und Inhalte der Beratung

  • Abklärung der Situation der Betroffenen (handelt es sich um eine Essstörung?)
  • Psychologische Diagnostik und Abklärung der sozialen Situation der Betroffenen
  • Klärung ggf. Förderung der Behandlungsmotivation der Betroffenen und ihrer Bezugspersonen
  • Beratung für betroffene Angehörige
  • Unterstützung und Hilfestellung für Angehörige im Umgang mit Betroffenen
  • Beratung in akuten Krisen
  • Informationen über weiter gehende Behandlungsmöglichkeiten und Selbsthilfeangebote
  • Hilfestellung und Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten ambulanten oder stationären Therapieplatz mit Klärung der Kostenübernahme
  • Angebot von Hilfen, um Wartezeiten für einen beantragten Therapieplatz zu überbrücken
  • Nachsorge im Anschluss an eine Therapie
  • Prävention von Essstörungen
  • Zusammenarbeit mit den beteiligten Ärzten und Ärztinnen und Therapeutinnen und Therapeuten.

Die zusätzlichen Angebote

Neben der Information, Beratung, Diagnostik und Gesprächstherapie führen viele Beratungsstellen unter anderem auch Gestalt-, Kunst-, oder Körpertherapie, Ernährungsberatung, Psychodrama, Erziehungs- und Sozialberatung oder Entspannungsverfahren durch.

Darüber hinaus bieten einige Beratungsstellen Vorträge und Seminare, Fortbildungen und Workshops oder themenbezogene Projekte für Interessierte, Betroffene und Angehörige, Fach- und Mittlerkräfte an.