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Welche Selbsthilfegruppe für wen?

Eine Selbsthilfegruppe sollte von den Betroffenen grundsätzlich daraufhin überprüft werden, ob sie ihm zusagt. Hilfreich dafür sind ein Gespräch mit einer Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen und ein Probebesuch eines Gruppentreffens. Selbsthilfegruppen sollten möglichst unabhängig und finanziell weitgehend neutral gefördert sein. Ein Produktverkauf jeder Art sollte in den Gruppen nicht stattfinden.

Die Voraussetzungen für eine Teilnahme

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe sind:

Leidensdruck/Motivation
Die Betroffenen sollten auf eigenen Wunsch kommen und nicht auf Druck von Eltern, Verwandten, Freundinnen/Freunden oder anderen Beratungseinrichtungen. Sie sollten motiviert sein, Veränderungen in ihrem Leben zuzulassen, und keine Diäterwartungen haben.

Einsicht in die Ursachen der Essstörung
Ein konstruktives Arbeiten in der Gruppe wird erleichtert, wenn die Teilnehmenden die Einsicht haben, dass eine Essstörung sowohl individuell als auch sozial bedingt ist.

Regelmäßige Teilnahme
Nur eine regelmäßige Teilnahme ermöglicht es, dass Beziehungen geknüpft werden und Vertrauen in der Gruppe entstehen kann. Zudem muss die Bereitschaft zu einer medizinischen Begleitung vorhanden sein. Besonders bei bulimischen und magersüchtigen Betroffenen ist eine regelmäßige medizinische Versorgung unumgänglich.
Nur eine ärztliche Fachkraft kann einschätzen, wie lebensbedrohlich der jeweilige Zustand der Betroffenen ist. Die Moderatorin/der Moderator und die Gruppenmitglieder laufen nicht Gefahr, hier Verantwortung übernehmen zu müssen, und können angstfrei arbeiten.