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Wie funktioniert Selbsthilfe?

Selbsthilfe bemüht sich, Lücken im psychosozialen Versorgungsnetz zu schließen. Der Selbsthilfegedanke ist in Deutschland etwa 1970 durch die Unzufriedenheit von chronisch Kranken mit den angebotenen professionellen Versorgungssystemen entstanden. Aus Amerika waren damals schon die Anonymen Alkoholiker (seit 1935) als klassische Selbsthilfegruppe bekannt. Im Laufe der Zeit haben sich in Deutschland zahlreiche Selbsthilfegruppen professionalisiert und eigene Beratungseinrichtungen gegründet, wobei die Selbsthilfearbeit ein wesentlicher Bestandteil dieser Beratungseinrichtungen ist.

Selbsthilfegruppen in ihrer ursprünglichen Form zeichnen sich dadurch aus, dass die Betroffenen bzw. Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbst die Experten bzw. Expertinnen sind und sich gegenseitig helfen. In diesen Selbsthilfegruppen tauschen sich die Teilnehmenden untereinander aus, geben sich Informationen über Behandlungsmöglichkeiten und unterstützen sich beim Erlernen neuer Verhaltensweisen. Heute findet man allerdings auch viele Selbsthilfegruppen, die mit Moderation und Hilfestellung von außen arbeiten.

In der Bundesrepublik existieren mehrere Selbsthilfeorganisationen, die nach verschiedenen Ansätzen arbeiten. Es gibt sowohl Selbsthilfegruppen für Betroffene als auch für Angehörige. Es ist empfehlenswert, sich vorab über die verschiedenen Arbeitsweisen zu informieren, um eine passende Gruppe zu finden.