Anorexie ist die medizinische Bezeichnung der Magersucht. Der Fachbegriff leitet sich von dem griechischen „anorektein“ ab. Übersetzt heißt das soviel wie „ohne Appetit sein“. Allerdings ist Appetitlosigkeit kein klassisches Symptom der Magersucht. Die Betroffenen versuchen vielmehr, den Appetit zu unterdrücken.
Beantworten Sie für sich bitte folgende Fragen:
Haben Sie viele dieser Fragen mit Ja beantwortet? Und hoffen Sie, dass alles besser wird, wenn Sie dünner sind? Dann sollten Sie Ihr Verhalten hinterfragen und Hilfe suchen.

Typisch für die Magersucht (Anorexia nervosa) ist ein starker Gewichtsverlust, den die Betroffenen bewusst herbeiführen. Sie sind auffallend dünn und empfinden sich auch dann noch als zu dick, wenn sie schon unter starkem Untergewicht leiden.
Die Betroffenen reduzieren ihr Gewicht in erster Linie durch Hungern bzw. Nahrungsverweigerung, durch übertriebene sportliche Aktivität oder beides. Manche greifen zusätzlich zu Appetitzüglern, Abführmitteln, entwässernden Medikamenten oder führen Erbrechen selbst herbei.
International geht man von einer Prävalenz von 0,5 bis 1 Prozent aus. Eine deutsche Untersuchung von 1998 stellt eine Häufigkeit von 0,3 % bei Frauen von 14 bis 24 Jahren fest. In der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren kommt Magersucht am häufigsten vor, und wesentlich mehr Mädchen als Jungen sind davon betroffen. Die Anorexia nervosa zählt bei Mädchen und jungen Frauen zu den häufigsten Todesursachen.
Der
BMI (Body-Mass-Index) liegt bei magersüchtigen Erwachsenen höchstens bei 17,5. Magersüchtige Jugendliche wiegen für ihr Alter zu wenig oder nehmen – obwohl sie älter und größer werden – nicht ausreichend zu.
Ausführliche Informationen zur Magersucht (Anorexia nervosa)
hier